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Vor drei Millionen Jahren, als unsere ersten Vorfahren
diese Gegend besiedelten, erhob sich der Vulkan des Ngorongoro auf
gleicher Hoehe mit dem Kilimanjaro - doch dann stürzte sein
Kegel durch die geologischen Bewegungen des Grabenbruchs ein und
hinterließ eine sagenhafte Kaldera mit einem Durchmesser von
19 km, dem heutigen Ngorongoro Krater.
Das Gebiet wird heute als das achte Weltwunder
bezeichnet. Das gesamte Schutzgebiet umfasst eine Fläche von
8300 Quadratkilometern und ist einmalig mit seinen weiten Landschaften,
Tierreichtum, Kulturen und archäologischen Schätzen. Doktor
Bernhard Grzimek und seinen Sohn führte 1959 zur Entstehung
des Ngorongoro-Naturschutzgebietes. Das von der Ngorongoro Conservation
Area Authority durchgeführte Projekt hatte Pioniercharakter:
Weidewirtschaft, Naturschutz und Tourismus sollten nebeneinander
bestehen können.
Geologie und Frühgeschichte
Zwei große geologische Nebengräben
des Grabenbruchs durchziehen die Region, die während der letzten
vier Millionen Jahre neun Vulkane im Ngorongoro-Hochland entstehen
liessen. Einer von ihnen, der Oldonyo Lengai (Berg Gottes) ist immer
noch aktiv. Über Jahrtausende wurden die durch die Eruptionen
aufgeschleuderten Asche- und Staubwolken in die Serengeti getragen,
deren Ebenen auf diese Weise fruchtbar wurden.
Der Ngorongoro Krater stürzte in den letzten Jahrmillionen ein,
und bildete eine Kaldera.
Die frühesten Hinweise auf Menschen
im Gebiet des Ngorongoro finden sich bei Laetoli, wo menschliche
Fußabdrücke in 3,6 Millionen Jahre altem Vulkangestein
erhaften sind. Weiter nördlich Ist man in der Olduvai-Schlucht
auf viele Überreste von Hominiden und Tieren gestoßen.
Der Krater und seine Tierwelt
Der größte nicht überflutete Kraterkessel
(Kaldera) der Welt hat einen Durchmesser von 19 Kilometern, eine
Fläche von 3000 Quadratkilometern und ist 600 Meter tief. Die
üppigen Weidegründe und das stets vorhandene Grundwasser
des Kraterbodens ernähren eine große Zahl von den Tieren;
bis zu 25000 Säugetiere, vorwiegend Grasfresser, halten sich
gleichzeitig im Krater auf. Zu ihnen gehören Gnus, Elenantilopen,
Kongoni (Kuhantilopen), Zebras, Gazellen, Büffel und Warzenschweine.
Die Moore und Wälder ernähren Flusspferde, Elefanten,
Paviane, Wasserböcke, Riedbocke und Buschböcke, und grüne
Meerkatzen. Die steilen Kraterhänge bieten dem Dikdik, einer
Zwergantilope, und dem seltenen Bergriedbock Schutz. Auf dem Kraterboden
gibt es viele Schakale, und Wildhunde fühlen sich auf den grasbewachsenen
Ebenen wohl. Raubkatzen - Löwen, Geparde, Leoparden, und Servale
- finden reiche Beute. Desweiteren durchstreifen große Hyänen-Rudel
den Krater, jagen oder machen sich über die Beute anderer Raubtiere
her. Der Krater ist ein dynamisches, sich ständig veränderndes
Ökosystem; die Zahl und Zusammensetzung mancher Tierarten war
während der vergangenen 30 Jahren von starken Schwankungen
geprägt. Da ständig Wasser vorhanden ist, unterliegt der
Park kaum einer Migration.
Vögel beobachten
Die Mischung aus Wald, Grasebenen, Schluchten,
Seen und Mooren bietet einer Vielzahl an Vogelarten Lebensraum. Während
der Regenmonate und an den Wasserlöchern kann man eurasische
Zugvögel antreffen. Weißstörche, Schwalben und gelbe
Bachstelzen mischen sich unter einheimische Vögel wie Stelzenläufer,
Ibisse, Afrika-Sattelstörche, Kampfläufer und verschiedene
Entenarten. Zwergflamingos halten sich in dem Natron-See auf. Auffallende
Graslandvögel - Strauße, Riesentrappen und Kronenkraniche
- treten in großer Zahl auf.
Klima des Ngorongoro Krater
Ngorongoro Safari Lodges liegen an der Kante der
Ngorongoro Wände auf einer Hoehe von 2235 Metern. Es kann vor
allem nachts sehr frisch werden, in den frühen Morgenstunden
sind Temperaturen unter 0 Grad keine Seltenheit, aber während
des Tages wird es auch heiß in dem Krater.
Die Regenzeit beginnt hier offiziell im April, es kann aber schon
von November öfters regnen. Der Regen beginnt normalerweise
mit stürmischen Regengüssen in den Nachmittagen und Abenden,
danach hat man aber eine gute Sicht.
Trocken ist es zwischen Juli und November, das ist auch die beste
Zeit, um den Krater und die Umgebung zu besichtigen.
Lodges und Hotels um den Ngorongoro Krater
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